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Fahrtenbericht des Werra- und Wesermarathon am 3./4. Mai 2003

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Nach einigen Planungsschwierigkeiten wurde die Jugendfahrt nach Barum gestrichen und ich bin mit Jens und Jochen nach Hann. Münden an die Weser gefahren. Beim ACC haben wir Thomas und Patrick getroffen, die etwas später losgefahren sind, uns dann aber fast wieder einholten. Jens übernachtete in der Jugendherberge während die anderen auf der Wiese zelteten. Patrick hatte alleine ein Vierpersonenzelt mit, das er nur mit Mühe überhaupt aufbauen konnte, während ich und Jochen uns mit meinem kleinen Zelt begnügten, da wir gedacht hatten, das ganze Gepäck am Sonntag im Boot transportieren zu müssen.

Am Samstag sind wir etwa um halb neun in Eschwege aufgebrochen und auf der Werra mit Thomas, Patrick und Jürgen aus Belgien zusammengetroffen. So niedrig wie dieses Jahr ist der Wasserstand wohl sehr selten, aber es strömte trotzdem recht gut. Es tröpfelte nur anfangs ein wenig, ab Mittag hatten wir aber trotz günstiger Windvorhersage teilweise Gegenwind. Als wir umtragen mussten (wir haben zum Glück nicht mit Anja eine Stunde lang vor der Schleuse gewartet) machten wir eine kurze Pause. Danach ging Jochens Steueranlage kaputt, Patrick und Jens sind schon mal alleine weitergefahren, damit Jens den Umsetzbus noch kriegen konnte.

Thomas hat mit Patrick, der wegen seiner falsch eingestellten Fußstütze nicht mehr weiterfahren konnte, am offiziellen Schluß die Fahrt beendet. Jürgen ist mit mir, Jochen und dessen Gesprächspartner, den er auf der Strecke entdeckt hatte, noch bis zur Herberge gefahren, oder besser gesagt ohne uns und hat 10 Kilometer vorm Ziel auf uns gewartet. Bei der vorletzten Umtragestelle musste der andere auf den Rest seiner Familie warten, ich und Jürgen sind weitergefahren und Jochen kam dann auch bald hinterher.

Thomas und Patrick hatten sich schon zum Wesermarathon nachgemeldet, hatten aber zu wenig Geld für alle mit, so dass ich mich und Jochen noch melden musste. Ich habe mir dann gleich Hann. Münden angesehen, es gibt dort in der Altstadt viele schöne Fachwerkhäuser. Nachdem Jürgen sein Zelt aufgebaut hatte ist er mit Thomas aufgebrochen um die Autos nach Holzminden zu bringen. Anja hatte ihnen erzählt, dass Christian Hoffmeister dabei immer erfolgreich trempt, er macht das allerdings immer so früh, dass er von irgendwelchen Paddlern mitgenommen wird. Thomas und Jürgen kamen also mitten in der Nacht wieder und bezahlten neunzig Euro für ein Taxi. Vielleicht nehmen sie ja nächstes Mal ein halbes Paddel mit, das soll angeblich helfen mitgenommen zu werden.

Am Sonntag waren wir schon (oder erst) um halb sieben auf dem Wasser. Unser Gepäck wurde im Zölzerbus nach Holzminden transportiert, so dass wir nicht mehr viel Gepäck im Boot hatten. Diesmal hatte sich auch Anja unserer Gruppe angeschlossen. Viel gibt es vom Paddeln nicht zu erzählen: zwei Ruderboote belästigten den ganzen Fluss mit ihren Radios, Jochen jagte den Wellen anderer Boote hinterher und Patrick machte seine Kenterung lieber beim Aussteigen an Land, um nicht so weit schwimmen zu müssen und machte damit Thomas Turnschuhe nass, die dann in meinem Boot landeten. Das Wetter war den ganzen Tag schön und später hatten wir sogar Rückenwind.

In Holzminden haben wir unser Gepäck unter Jürgens Auto herausgezogen, die Boote aufgeladen und etwas getrunken bevor wir wieder nach Hamburg aufbrachen. Wäre Jens nicht gewesen, hätte ich noch mein ACC T-Shirt , das ich auf dem Boot hatte trocknen wollen, auf der Autobahn verloren. Die Fahrzeit war dank der gepaddelten Kilometer eine Stunde kürzer als auf der Hinfahrt. Die Fahrt hat sich trotz der kurzfristigen Planung gelohnt, nicht nur fürs Fahrtenbuch.

Björn Bastian

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Letzte Änderung am 22.08.2003 11:48 durch das Online-Team des ACC.
Heute: 09.09.2010 19:52  Datei: weser-bericht-2003.shtml

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